
So sehr die Jugendlichen Elvis Presley anhimmelten, so strikt lehnten ihn die Älteren ab. Sein Hüftschwung wurde als obszön empfunden, seine Garderobe machte ihn zum Alptraum der konservativen Generation. Im Mai 1956 kaufte Elvis seiner Familie ein erstes eigenes Haus in Memphis, schenkte seiner Mutter einen rosaroten Cadillac und begann mit den Dreharbeiten zu seinem ersten Spielfilm - insgesamt brachte er es auf 33 Kinofilme. Sein Debüt war "Love me tender", in Deutschland unter dem albernen Titel "Pulverdampf und heiße Lieder" erschienen. Mit "Rhythmus hinter Gittern" gelang 1958 der erste Kultstreifen, im Original hieß er "Jailhouse Rock".
1958 trat Elvis zum Wehrdienst an und kam nach Deutschland. Seine Einstellung zum Militär dokumentierte sich unter anderem im "G.I. Blues". Von "good old Europe" beeinflusst entstanden Songs wie "Muss I denn zum Städtele hinaus" (immerhin: Elvis in Deutsch!) und die rockige Version von "O sole mio" (It's now or never), die weltweit über 9 Millionen Mal verkauft wurden. Nach seiner Rückkehr in die Staaten stand Elvis dann wieder vor der Kamera für den Film "Cafe Europa" und für seine erste dramatische Rolle in "Flaming Star". Filmhits wie "Blue Hawaii" folgten und 1962 lud ihn Frank Sinatra, der Elvis und seine Musik bislang vernichtend kritisiert hatte, in seine Show und zahlte ihm die höchste Gage, die bis dahin im TV bezahlt wurde: 125.000 Dollar.
Mitte der 60er Jahre vertrieben allerdings die Beatles, die Rolling Stones und ähnliche Gruppen die Stars des guten alten Rock'n'Roll von den Spitzenpositionen der Hitparaden. Elvis blieb im Gespräch, allerdings eher wegen seiner privaten Geschichten wie seiner Heirat 1967 oder der Geburt seiner Tochter Lisa Marie 1968.
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